964 - 993 RS - Cup Ansauganlage analog Porsche 911 RSR
Porsche 964 - 993 - RS - Cup Ansauganlage Umbausatz analog zum Porsche 911 RSR
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Der Porsche 16-Zylinder-Motor – Eine technische Vision mit Geschichte
Die Marke Porsche steht weltweit für Ingenieurskunst, Sportlichkeit und technologischen Fortschritt. In der Geschichte des Unternehmens gab es immer wieder visionäre Projekte, von denen viele realisiert wurden, manche jedoch blieben Prototypen oder Studien. Einer der faszinierendsten und zugleich am wenigsten bekannten Meilensteine der Porsche-Motorengeschichte ist der 16-Zylinder-Motor, der in den 1960er- und 1970er-Jahren entwickelt wurde. Dieses Triebwerk war ein Ausdruck technischer Ambition und sollte ursprünglich im Rennsport zum Einsatz kommen.
Porsche war in den 1960er-Jahren stark im Langstreckenrennsport engagiert, unter anderem bei den 24 Stunden von Le Mans. Dabei zeichnete sich bald ab, dass größere Motoren mit mehr Leistung notwendig waren, um mit den amerikanischen und italienischen Konkurrenten mithalten zu können. Aus dieser Notwendigkeit heraus wurde beim damaligen Chefingenieur Ferdinand Piëch (Enkel von Ferdinand Porsche) die Idee geboren, einen V16-Motor zu konstruieren, also ein Triebwerk mit 16 Zylindern in V-Anordnung.
Der Porsche 16-Zylinder-Motor basierte konzeptionell auf dem damals erfolgreichen 8-Zylinder-Motor des Porsche 908. Durch die Kombination zweier dieser Motoren entstand ein V16-Triebwerk mit einem Hubraum von über 6 Litern (genauer: 6.6 Liter in einer Version). Die Zielvorgabe war eine Leistung von über 800 PS, was damals eine absolute Sensation gewesen wäre.
Der Motor wurde für den Porsche 917 weiterentwickelt, ein Rennwagen, der in seiner ursprünglichen Form mit einem 12-Zylinder-Motor ausgestattet war. Die Idee war, dem 917 für spezielle Rennformate eine nochmals gesteigerte Leistung zu verleihen.
Besondere Merkmale des Porsche V16-Motors:
Aufbau: V16-Motor, bestehend aus zwei V8-Blöcken
Hubraum: ca. 6.6 Liter
Leistung: über 800 PS geplant
Drehzahlbereich: über 8.000 U/min
Bauweise: Leichtmetall-Konstruktion, Rennsport-getrimmt
Tatsächlich wurde mindestens ein Versuchsträger des Porsche 917 mit dem 16-Zylinder-Motor ausgestattet. Dieser wurde intern als 917/16 oder auch als "917 Can-Am Spyder“ bezeichnet. Geplant war der Einsatz in der nordamerikanischen Can-Am-Serie, in der es kaum Hubraumbegrenzungen gab, ein ideales Testfeld für leistungsstarke Prototypen.
Das Fahrzeug mit dem V16-Motor wurde ausgiebig getestet, doch letztlich entschied sich Porsche dagegen, den Motor in Serie einzusetzen. Gründe waren unter anderem:
Der Motor war extrem schwer und beeinflusste das Fahrverhalten negativ.
Der Kraftstoffverbrauch war sehr hoch, was bei Langstreckenrennen nachteilig war.
Die Komplexität und Wartungskosten des V16-Motors waren unverhältnismäßig.
Porsche entwickelte parallel leistungsstarke Turboaufladungen für den V12 des 917, die vergleichbare oder sogar bessere Leistungen bei geringerem Gewicht ermöglichten.
Obwohl der Porsche 16-Zylinder-Motor nie in ein Rennfahrzeug der Serie übernommen wurde, bleibt er ein faszinierendes Kapitel der Porsche-Geschichte. Er zeigt den Innovationsgeist und die technische Experimentierfreude des Unternehmens. In einer Zeit, in der Motorleistung noch hauptsächlich durch Hubraum und Zylinderanzahl gesteigert wurde, war der V16 ein logischer, wenn auch radikaler Schritt.
Heute existieren nur wenige Fotos und Berichte über den 917 V16. Einige Exemplare des Motors sind im Porsche Museum in Stuttgart-Zuffenhausen oder in Sammlerhand erhalten und stellen eine technische Rarität dar.
Der Porsche 16-Zylinder-Motor war ein visionäres Projekt, das weit über seine Zeit hinausging. Auch wenn er letztlich nie in einem Rennen zum Einsatz kam, symbolisiert er den Drang nach Perfektion und den Mut, neue Wege zu gehen. Für Technikliebhaber und Motorsportfans bleibt der V16 ein faszinierendes „Was-wäre-wenn“-Projekt – ein Mythos auf vier Rädern, der nie ganz zur Realität wurde, aber dennoch seine Spuren hinterlassen hat.
Liebe Porschefreunde,
aus gegebenem Anlass erkläre ich hier kurz die Funktion der Porsche-Synchronisation, wie sie in vielen unserer Porsche 911 verbaut ist:
Wofür braucht man eine Synchronisation?
Die Synchronisation sorgt dafür, dass beim Schalten die Zahnräder und die Welle die gleiche Drehzahl haben.
So lassen sich die Gänge sanft und ohne Knirschen einlegen. Ohne Synchronisation würden die Zahnräder
hart aufeinander treffen und das Schalten wäre ruckelig und äusserst verschleißintensiv.
Bei Porsche 911 ist das besonders wichtig, um das präzise, sportliche Schalt- und Fahrgefühl zu gewährleisten.
Auf dem Bild ist ein Porsche Synchronkörper aufgeführt, der die
Angleichung der differenten Drehzahlen der Gangräder in einem
Porsche bei einem von Hand geschaltetem Schaltgetriebe realisiert:
Bauteile
Schaltmuffe (1): Mit der Führungsmuffe drehfest verbunden, aber axial verschiebbar.
Führungsmuffe (6): Muss am Ende mit dem Gangrad (9) formschlüssig verbunden werden.
Schaltverzahnung - Hundezahnrad (5): Dient als Kupplung zwischen Muffe und Gangrad.
Synchronring (3): Aus Vergütungsstahl, elastisch spreizbar, ballig geschliffen, und an den
Kontaktflächen mit Molybdän oder Sintermetall beschichtet.
Sperrstein (4), Sperrband (2) und Anschlagstein (8): Verbinden den Synchronring mit dem
Gangrad und übertragen die Sperrkräfte.
Sicherungsring (7): Hält die Baugruppe zusammen
Ziel des Schaltvorgangs
Ganz rechts liegt das Gangrad. Um es einzulegen, muss die Schaltmuffe die Führungsmuffe mit der Schaltverzahnung verbinden. Dafür muss sie zunächst über den Synchronring hinweg.
Eigenschaften des Synchronrings
Der Synchronring kann sich elastisch spreizen, wodurch sich sein Umfang und Durchmesser vergrößern. Seine Oberfläche ist ballig und sorgt durch die Molybdän-Beschichtung oder Sintermetall-Beschichtung für gleichmäßige Reibung.
Ablauf bei Gleichlauf
Besteht bereits Drehzahlausgleich zwischen Schaltmuffe und Gangrad, kann die Schaltmuffe den Synchronring leicht überwinden. Dabei wird er leicht zusammengedrückt, und seine Federwirkung stabilisiert zusätzlich die Stellung der Schaltmuffe in der Verzahnung
Das Ergebnis: Der Gang wird sauber eingelegt, ohne Geräusch und ohne Verschleiß.
Ablauf bei fehlendem Gleichlauf (Das ist der Normalfall beim Fahren)
Schaltmuffe (mit Führungsmuffe und Getriebewelle) dreht schneller oder langsamer als das Gangrad.
Sobald die Schaltmuffe den Synchronring an der Schräge berührt, entsteht eine Relativbewegung.
Der Synchronring wird dadurch gegenüber dem Gangrad beschleunigt oder abgebremst.
Der entstehende Druck wirkt über Sperrstein, Anschlagstein und Sperrbänder. Diese federn nach außen, übertragen die Bewegung auf den Synchronring und spreizen ihn.
Durch die Reibung zwischen Synchronring und Schaltmuffe wird ein Drehzahlausgleich erzwungen.
Erst wenn dieser Gleichlauf erreicht ist, kann die Schaltmuffe den Synchronring überwinden und mit der Schaltverzahnung ( Hundezahnrad ) ins Gangrad einrasten.
Besonderheit der Porsche-Synchronisation
Es handelt sich nicht um eine echte Sperrsynchronisation wie bei Borg-Warner Getrieben üblich.
Der Fahrer kann den Gang auch ohne vollständigen Gleichlauf einlegen, allerdings unter stärkerer Reibung und wesentlich höherem Verschleiß.
Typische Kritikpunkte:
Höherer Abrieb der Synchronringe bei Sporteinsätzen.
Deutlich nachzuvollziehende Schäden bei Reparaturen.
Längere Schaltwege.
Zusammengefasst:
Die Porsche-Synchronisation ist technisch interessant und vom Namen her legendär, hatte aber immer praktische Nachteile: höherer Verschleiß, längere Schaltwege und keine echte Sperrwirkung. Das dürfte dazu beigetragen haben, dass sich andere Systeme langfristig durchgesetzt haben.
1. Ausgangszustand
Die Schaltmuffe sitzt mittig auf der Führungsmuffe, noch nicht in Richtung Gangrad verschoben.
Das Gangrad dreht frei auf der Welle, hat also eine andere Drehzahl als die Welle mit Schalt-Muffe.
Der Synchronring liegt locker zwischen Gangrad und Muffe.
2. Beginn der Schaltbewegung
Der Fahrer bewegt den Schalthebel → die Schaltmuffe wandert axial in Richtung Gangrad.
Ihre Innenverzahnung stößt zuerst an die Schräge des Synchronrings.
3. Reibkontakt und Sperrwirkung
Durch die Schräge entsteht Reibung zwischen Muffe und Synchronring.
Der Synchronring wird gegen das Gangrad gepresst.
Über Sperrstein, Sperrband und Anschlagstein wird die Relativbewegung in eine Spreizung des Rings umgesetzt.
Der Ring vergrößert seinen Durchmesser → die Muffe wird kurzzeitig blockiert.
Gleichzeitig wird das Gangrad durch Reibung beschleunigt oder abgebremst.
4. Drehzahlausgleich (Synchronisation)
Solange noch Drehzahldifferenz besteht, bleibt der Ring gespreizt und blockiert den vollen Eingriff.
Reibung arbeitet → Muffe + Welle gleichen ihre Drehzahl dem Gangrad an.
5. Aufhebung der Sperrung
Sobald Gleichlauf erreicht ist, entspannt sich der Synchronring.
Sein Durchmesser verkleinert sich wieder → die Muffe kann weiterlaufen.
6. Kraftschlüssiger Eingriff
Die Schaltmuffe schiebt sich jetzt über den Synchronring hinweg.
Ihre Innenverzahnung greift in die Schaltverzahnung des Gangrads.
Das Gangrad ist nun starr mit der Welle verbunden.
7. Endzustand
Gang liegt ein.
Drehmoment wird über Muffe → Führungsmuffe → Schaltverzahnung → Gangrad übertragen.
Der Synchronring liegt wieder unbelastet an.
Das Entscheidende für die Funktion ist:
Die Reibung + das elastische Spreizen des Rings verhindern, dass die Schalt-Muffe "zu früh“ ins Gangrad kracht.
Dadurch entsteht der sanfte Übergang zum Gleichlauf, aber eben ohne eine absolute Sperre wie bei Borg-Warner.
Bei Rückfragen antworte ich gern.