992 GT3 R Diveplanes single front carbon for Porsche 911
992 GT3 R Diveplanes single front carbon for Porsche 911
911race.de
Liebe Alle,
ob man in einem Porsche-Motor dünneres oder dickeres Motoröl verwenden sollte, hängt von mehreren Faktoren ab:
Dünneres Motoröl (z. B. 0W-40 oder 5W-30) hat gegenüber dickerem Öl (z. B. 15W-50 oder 20W-60 oder 10 W-60 ) durchaus Vorteile, insbesondere bei modernen Porsche-Motoren.
Hier sind die wichtigsten Gründe, warum man dünneres Öl bevorzugen kann:
Dünneres Öl fließt bei niedrigen Temperaturen deutlich schneller an die Schmierstellen.
Es erreicht kritische Motorteile wie Lager und Nockenwellen früher, das reduziert deutlich den Kaltstartverschleiß.
Besonders wichtig bei wassergekühlten 996, 997 oder 991-Modellen, die häufig im Alltag bewegt werden und die ohnehin schon unter erhöhem verschleiß, gerade in der bekannten Kolben-Zylinder Thematik leiden..
Dünneres Öl reduziert die Reibung im Motor, was den Verbrauch senkt und die Leistung steigern kann.
Moderne Porsche-Motoren sind geradezu auf solche Öle konstruiert (z. B. DFI-Boxer ab 997.2).
Neue Motoren haben engere Toleranzen, dickes Öl , z.B. 10 W 60 kann dort zu hohem Öldruck und damit zu mangelhafter Schmierung führen.
Porsche schreibt z. B. für 991/992 serienmäßig 0W-40 oder 5W-40 vor (nach der Porsche A40-Spezifikation).
Wir empfehlen sogar vollsynthetische Motorenöle auf Esther Basis!
Gerade bei Hochdrehzahl-Motoren ist wichtig: Dünnes Öl baut schneller Druck auf und erreicht schneller die Hydrostößel und bei Turbo Fahrzeugen, die Turbolader.
Klassische luftgekühlte Modelle (z. B. 911 G-Modell, 964, 993): Diese Motoren haben größere Toleranzen und laufen bei hohen Öltemperaturen. Hier sind 10W-60 Öle ,15W-50 oder 20W-50 Öle oft besser geeignet.
Rennbetrieb bei hohen Außentemperaturen: Dickere Öle behalten bei extremsten Bedingungen ihre Viskosität und verhindern einen Ölfilm-Abriss.
Hoher Ölverbrauch/Ölleckagen: In älteren Motoren mit Verschleiß kann dickeres Öl helfen, den Verbrauch etwas senken.
| Modell/Typ | Straßeneinsatz (Alltag) | Sportlicher Einsatz / Trackday |
|---|---|---|
| 997.2 / 991 / 992 (wassergekühlt) | 0W-40 oder 5W-40 (Porsche A40) | 0W-40 oder 5W-50 oder 10W-60 bei Track-Einsatz |
| 996 (wassergekühlt) | 5W-40 | 10W-50 bei sehr hoher Belastung |
| 964 / 993 (luftgekühlt) | 0W-40 - 15W-50 | 10W-60 - 20W-50 bei heißen Bedingungen |
Dünneres Motoröl ist bei modernen Porsche-Motoren klar im Vorteil, weil es besser zu den thermischen Anforderungen, Toleranzen, Betriebsbedingungen und den Gegebenheiten des Verschleißes passt.
Vorausgesetzt ist eine Porsche-Freigabe (z. B. A40) besitzt.
Bei klassischen oder bereits stark beanspruchten Motoren ist dickes Öl dagegen manchmal die bessere Wahl.
Bei Rückfragen antworte ich gern!
Sehr geehrter Herr P....,
vielen Dank für Ihr Vertrauen und dafür, dass Sie sich mit Ihrem
Anliegen an unser Unternehmen gewandt haben.
Nach Sichtung der Bilder und Informationen kann ich Entwarnung
geben: Es handelt sich nach meiner Einschätzung nicht um einen
Motorschaden im klassischen Sinne, sondern um Laufspuren, die
durch die Kolbenringe verursacht wurden bzw. verursacht werden.
Diese Erscheinungen sind grundsätzlich nicht ungewöhnlich, sollten
aber im Auge behalten werden.
Um ganz sicherzugehen, dass keine gravierenden Schäden vorliegen,
empfehle ich Ihnen, einen sogenannten Druckverlusttest durchführen
zu lassen. Dabei wird dem Motor bei geschlossenem System ein
Luftdruck von ca. 10 bar zugeführt. Die Differenz zwischen eingespeister
und tatsächlich im Zylinder verbleibender Luft wird anschließend in
Prozent angegeben. Das ermöglicht eine präzise Aussage über den
Zustand der Dichtflächen im Motor, insbesondere an Kolbenringen,
Zylinderwänden und Ventilen.
Für den weiteren Betrieb des Motors empfehle ich die Verwendung
eines vollsynthetischen Motoröls. Dieses bietet einen stabileren
Schmierfilm und eine insgesamt verbesserte Schmierung. Auf diese
Weise kann verhindert werden, dass sich bestehende Laufspuren an
den Zylinderlaufbahnen weiter ausbilden oder vertiefen.
Sollten Sie hierzu noch Fragen haben oder eine weiterführende Beratung
wünschen, stehe ich Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Albert
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich möchte gerne eine Anfrage bezüglich einer Motorenrevision für meinen Porsche 997.2 3.6L (JG 2010 mit PDK) stellen.
Der Motor hat aktuell 110.000 km auf dem Tacho und zeigt leider die bekannten Riefen in den Zylindern.
Der Motor läuft jedoch einwandfrei, ohne ungewöhnliche Geräusche wie Klackern oder Ölverbrauch.
Auch bei der Öluntersuchung gab es keine Rückstände oder Anzeichen für ein Problem. Dennoch gehe
ich davon aus, dass eine Revision auf kurz oder lang notwendig sein wird.
Könnten Sie mir bitte eine Einschätzung der Reparaturkosten und den voraussichtlichen Zeitrahmen für die Motorenrevision geben?
Im Anhang einige Bilder meiner Zylinderlaufbahnen.
Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung.
Mit freundlichen Grüßen,
M...P....
Liebe Alle,
Ein Druckverlusttest (auch Leak-Down-Test genannt) ist ein sehr zuverlässiges Diagnoseverfahren zur Beurteilung des mechanischen Zustands eines Verbrennungsmotors, insbesondere des oberen Bereichs wie Kolbenringe, Zylinderlaufbahnen, Ventile und Zylinderkopfdichtung.
Ein einzelner Zylinder des Motors wird in den OT des Arbeitstakts (oberer Totpunkt bei geschlossenem Ventilspiel) gebracht.
Anschließend wird über ein spezielles Prüfgerät komprimierte Luft (meist ca. 6–10 bar) durch die Zündkerzenöffnung in den Zylinder geleitet.
Das Gerät misst, wie viel Luft im System bleibt und wie viel entweicht.
Der Verlust wird in Prozent angegeben:
0–5 % Verlust → hervorragend
6–15 % → in Ordnung
16–30 % → Verschleiß vorhanden
über 30 % → deutlicher Schaden oder starker Verschleiß
Im Gegensatz zur Kompressionsprüfung, die nur den Druck misst, den der Motor selbst aufbaut, zeigt der Druckverlusttest wo die Luft entweicht:
| Luft entweicht bei... | Mögliche Ursache |
|---|---|
| Öl-Einfüllöffnung | Verschlissene Kolbenringe/Zylinderwände |
| Ansaugtrakt | Undichte Einlassventile |
| Auspuffanlage | Undichte Auslassventile |
| Kühlwasser (Blasenbildung) | Zylinderkopfdichtung defekt |
Der Druckverlusttest ist ein sehr aussagekräftiges Werkzeug, um den Zustand der Brennräume präzise zu beurteilen, ohne den Motor öffnen zu müssen. Besonders bei Laufspuren oder Unsicherheiten über den internen Verschleiß ist er ein sinnvoller nächster Schritt.