Gutes Gas, böses Gas: Europas Sanktionspolitik wird zum strategischen Eigentor!

  • Europas Sanktionspolitik wird zum strategischen Eigentor!

    Die Russland-Sanktionen werden der Öffentlichkeit als moralisch notwendige und wirtschaftlich wirksame Maßnahme verkauft. Tatsächlich handelt es sich jedoch um einen politisch inszenierten Wirtschaftskonflikt, dessen Hauptlast nicht Russland, sondern die unsere eigene Volkswirtschaft trägt, allen voran die deutsche Industrie.


    Denn die zentrale Behauptung, man entziehe Russland durch den Verzicht auf Energieimporte die finanzielle Grundlage, hält einer realistischen Betrachtung nicht stand. Russland exportiert weiterhin Gas nach Europa, nur eben in anderer Form und zu höheren Preisen.

    Statt günstigen Pipelinegases wird nun teures Flüssiggas importiert, teilweise sogar weiterhin aus Russland selbst. Das Ergebnis ist keine echte Entkopplung, sondern eine Verteuerung der Energieversorgung auf Kosten von Unternehmen und Verbrauchern.


    Damit offenbart sich uns doch die eigentliche Absurdität dieser Politik: Es wird nicht weniger russisches Gas genutzt, sondern lediglich der Transportweg verändert sich bei massiv steigenden Kosten. Die vielbeschworene "moralische" Energiepolitik entpuppt sich damit als ein ökonomischer Suizit.



    Gleichzeitig profitieren andere Akteure ganz konkret von dieser Entwicklung. Insbesondere die Vereinigten Staaten haben ihre Rolle als Energielieferant für Deutschland und Europa massiv ausgebaut.


    Ein Großteil des Flüssiggases, das heute nach Deutschland geliefert wird, stammt aus den USA, zu Preisen, die deutlich über dem früheren Niveau liegen. Dass aus Washington gleichzeitig politischer Druck kommt, diese Importe weiter auszudehnen, ist kein Zufall, sondern Ausdruck knallharter Interessenpolitik zu Lasten unserer Weirtschaft und der europäischen Gesellschaften.


    Europa hat sich damit sehenden Auges in eine neue Abhängigkeit begeben, diesmal nicht von Russland, sondern von den transatlantischen Lieferketten. Der Unterschied ist: Diese Abhängigkeit ist deutlich teurer und schwächt damit die eigene industrielle Basis nachhaltig.


    Besonders brisant ist, dass zentrale Ereignisse wie die Zerstörung der Nord-Stream-Pipelines bis heute nicht transparent aufgeklärt sind. Statt Klarheit zu schaffen, wird das Thema politisch totgeschwiegen! Das wirft zwangsläufig Fragen nach den tatsächlichen Macht- und Interessenstrukturen hinter dieser Energiepolitik auf.


    Währenddessen hat Russland seine wirtschaftlichen Strukturen angepasst, neue Absatzmärkte erschlossen und den Schaden begrenzt. Die europäische Sanktionspolitik verfehlt damit völlig ihr erklärtes Ziel, trifft aber durch den entstandenen Bumerang-Effekt gleichzeitig die eigene Industrie tief ins Mark. Energieintensive Unternehmen verlieren ihre Wettbewerbsfähigkeit, Produktionsverlagerungen nehmen zu, und unsere Wertschöpfung wandert ab in Billigländer.


    Man muss es daher klar benennen: Diese, unsere Politik, ist kein wirksames Sanktionsinstrument, sondern ein strategischer Irrweg. Sie schwächt Deutschland und Europa mehr, als sie Russland trifft.


    Wer diesen Kurs weiterhin unterstützt, kann sich nicht mehr auf moralische Argumente zurückziehen. Denn faktisch bedeutet diese Zustimmung, eine Politik mitzutragen, die fremde wirtschaftliche Interessen begünstigt, während die eigene industrielle Basis den Bach herunter geht.

    Eine verantwortungsvolle Energie- und Wirtschaftspolitik müsste das Gegenteil leisten: Sie würde für Versorgungssicherheit, bezahlbare Energie und strategische Unabhängigkeit sorgen. Stattdessen erleben wir eine Politik, die ideologisch begründet wird, aber ökonomisch voll gegen die Wand und damit gegen unsere ureigenen Interessen arbeitet.


    Europa kann seine Zukunft nicht sichern, indem es sich selbst strukturell weiter so extrem schwächt. Wer hier dauerhaft Wettbewerbsfähigkeit, Wohlstand und industrielle Substanz aufs Spiel setzt, riskiert am Ende weit mehr als nur wirtschaftliche Einbußen, nämlich die eigene Handlungsfähigkeit und seine Existenz.

    Das schreibe ich aus voller Überzeugung mit meiner nunmehr
    52 jährigen unternehmerischen Tätigkeit, schuldenfrei, und ohne
    je einen Bankrott hingelegt zu haben!

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