Was gerade im Ölmarkt passiert, ist ein Warnsignal, und ein völliges politisches Versagen mit Ansage.
Mehrere Tanker mit Diesel auf dem Weg nach Europa, auch Richtung Rotterdam, haben ihre Route kurzfristig geändert. Der Grund: In Asien werden höhere Preise gezahlt. Also fährt die Ware weiter, dorthin, wo mehr Gewinn winkt. Das berichten unter anderem Handelsblatt und n-tv.
Die Wahrheit ist damit klar: Die Tanker liegen nicht vor Rotterdam, wie im Netz vielfach behauptet, sie kommen gar nicht erst in Europa an.
Und während Europa im globalen Wettbewerb um Energie zunehmend den Kürzeren zieht, belastet Deutschland seine eigene Versorgung zusätzlich mit den höchsten Abgaben weltweit. DAs bringen nur unsere politischen Koryphäen fertig.
Über 50 % des Kraftstoffpreises bestehen hierzulande aus Steuern und Abgaben, aus Energiesteuer, aus CO₂-Abgabe, aus Mehrwertsteuer. Während andere Regionen um ihre Versorgung kämpfen, verteuert Deutschland vorsätzlich die Energie künstlich weiter.
Das Ergebnis:
Wir haben uns völlig abhängig vom Weltmarkt gemacht, und obendrein machen wir uns nun auch noch selbst unattraktiv als Abnehmer.
Ist ja auch logisch: Wer weniger zahlt, bekommt auch weniger geliefert. Wer sich selbst schwächt, wird im Ernstfall nicht bevorzugt.
Diese Kombination ist brandgefährlich für unseren Industriestandort, für unsere komplette Logistik, und am Ende der Fahnenstange für jeden einzelnen Bürger an der Zapfsäule.
Energie ist keine ideologische Spielwiese. Sie ist die Grundlage für Wohlstand, Sicherheit und wirtschaftliche Stärke. Und genau hier verliert Deutschland gerade massiv den Anschluss, wie auf allen anderen Feldern der Wirtschaft und Gesellschaft auch.
Was wir brauchen, ist ein diametrales Umdenken und eine politische Führung die einfachste wirtschaftliche Grundkenntnisse hat.