Sind weitere 90 Milliarden Euro für die Ukraine sinnvoll?

  • Die Unterstützung der Ukraine ist aus westlicher Sicht eine Reaktion auf den Angriff durch Russland, das ist die eine Realität. Die andere ist aber, dass jede weitere Eskalation, jede neue Waffenlieferung und jedes zusätzliche Milliardenpaket den Krieg verlängert und damit weiteres Leid verursacht.




    Gleichzeitig darf man die Vorgeschichte nicht ausblenden: Die Ausdehnung der NATO nach Osten wurde von vielen Staaten als Schutz gesehen, von Russland jedoch als Bedrohung. Diese gegensätzlichen Sicherheitsinteressen wurden politisch nie wirklich gelöst, sondern haben sich über Jahre zugespitzt.

    Entscheidend ist heute vor allem eines: Wir haben es mit einer Atommacht zu tun. Das setzt dem militärischen Denken klare Grenzen. Ein "Sieg" im klassischen Sinne ist unter diesen Bedingungen kaum realistisch, ohne Risiken einzugehen, die weit über diesen Konflikt hinausgehen.

    Deshalb liegt der einzige verantwortbare Weg darin, den Fokus endlich konsequent auf Diplomatie zu legen. Das heißt nicht, Positionen aufzugeben oder Unrecht zu relativieren, sondern anzuerkennen, dass ein dauerhafter Frieden nur durch Verhandlungen, Sicherheitsgarantien und Kompromisse erreicht werden kann.

    Vernunft heißt für mich, den Krieg nicht weiter zu verlängern, sondern alles daranzusetzen, ihn zu beenden.

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