VW will bis zu 100.000 Stellen abbauen! Was ist der Grund dafür?

  • VW will bis zu 100.000 Stellen abbauen! Was ist der Grund dafür?

    Warum ist es bei VW überhaupt so weit gekommen?


    Die aktuelle Situation bei Volkswagen ist das Ergebnis jahrelanger politischer, wirtschafts- und industriepolitischer Fehlentwicklungen sowie strategischer Fehlentscheidungen des Unternehmens.


    Der internationale Wettbewerb hat sich massiv verschärft. Chinesische Hersteller wie BYD, Geely oder SAIC haben sich insbesondere im Bereich der Elektromobilität zu ernstzunehmenden Konkurrenten entwickelt. Sie produzieren kostengünstiger, verfügen über leistungsfähige Lieferketten und dominieren ihren Heimatmarkt. Ausgerechnet dort verliert Volkswagen seit Jahren Marktanteile.


    Gleichzeitig leidet der Industriestandort Deutschland unter hohen Lohn- und Lohnnebenkosten, hohen Energiepreisen, einer hohen Steuer- und Abgabenlast sowie einer stetig wachsenden Bürokratie. Diese Faktoren verteuern die Produktion erheblich und schwächen die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.


    Hinzu kommt aus meiner Sicht eine völlig dumme, ideologisch geprägte Industrie- und Klimapolitik. Der politisch forcierte Umbau hin zur Elektromobilität hat die Automobilindustrie unter erheblichen Anpassungsdruck gesetzt. Der Markt entscheidet jedoch nicht nach politischen Zielvorgaben, sondern nach Preis, Qualität und Kundennutzen.


    Wie kann man überhaupt erwarten, dass politische Entscheidungen erfolgreich sind, wenn marktwirtschaftliche Zusammenhänge nicht ausreichend berücksichtigt werden?


    Solange Elektrofahrzeuge für viele Käufer teurer sind, Reichweite und Ladeinfrastruktur als unzureichend wahrgenommen werden und gleichzeitig preisgünstige Konkurrenz aus China den Markt erobert, geraten deutsche Hersteller erheblich unter Druck.


    Volkswagen trägt dafür ebenfalls Verantwortung. Milliardeninvestitionen in die Elektromobilität, Softwareprobleme, eine wenig überzeugende Modellstrategie und der Versuch, sich ausgerechnet auf dem chinesischen Heimatmarkt, dort wo viele rohstoffe herkommen, gegen die dortigen Hersteller durchzusetzen, haben die Wettbewerbsposition zusätzlich geschwächt.


    Die Probleme von Volkswagen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis eines Zusammenspiels aus verschärftem internationalem Wettbewerb, hohen Standortkosten, politischen Rahmenbedingungen und unternehmerischen Fehlentscheidungen. Die Gewichtung dieser Ursachen wird zwar unterschiedlich bewertet, aus meiner Sicht wurden jedoch wesentliche Risiken über Jahre hinweg völlig unterschätzt und grünen Ideologien untergeordnet.


    Wer den Industriestandort Deutschland erhalten will, braucht wieder eine Wirtschaftspolitik, die auf wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie, geringere Steuer- und Abgabenbelastungen, Investitionsanreize und technologische Offenheit setzt, anstatt einzelne Antriebstechnologien politisch zu bevorzugen.


    Nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg entsteht ausschließlich durch Innovation,
    Wettbewerb und verlässliche Rahmenbedingungen und nicht durch politische
    und ideologische Vorgaben!


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