Liebe Alle,
man muss kein Experte sein, um die Folgen der von Ideologie getriebenen Politik zu erkennen:
Am Sonntag, den 15.04.2023, um 00:00 Uhr gingen die letzten drei verbliebenen Kernkraftwerke vom Netz. Bereits am Sonntagmorgen, um 8:00 Uhr, mussten 800 Megawatt des Strombedarfs aus unseren Nachbarländern importiert werden.
In Deutschland wurde bis dahin ein Drittel des Stroms mit Kohlekraftwerken erzeugt. Die erneuerbaren Energien, die durch die aktuelle Regierungspolitik gefördert werden, waren am Sonntagmorgen nicht in der Lage, unseren eigenen Bedarf zu decken.
Am Sonntagmorgen wird in der Regel weniger Strom verbraucht. Dennoch waren die mehr als 30.000 Windräder nur zu knapp 13 Prozent ausgelastet. Alle Solarflächen, die theoretisch fast 70 Gigawatt leisten könnten, erreichten am frühen Sonntagmorgen gerade einmal 1,4 Prozent ihrer möglichen Leistung in Deutschland.
Alle Experten hatten uns vorausgesagt, dass bei Abschaltung der Kernkraftwerke die Lichter ausgehen würden, wenn wir uns ausschließlich auf alternative Energien verlassen.
Der komplette Wegfall von 33 Milliarden Kilowattstunden wird auf Dauer mit Kohlekraftwerken und teuren Stromimporten aus dem Ausland gedeckt. Eine unhaltbare Situation.
EON hat bereits eine Erhöhung der Stromkosten von ca. 45% prognistiziert.
HIER unter Electricity Maps kann jede/R die
Energieflüsse stundengenau kontrollieren.
Deutschland hat, wie vorhergesagt, sofort nach Abschaltung der Kernkraftwerke, Strom aus Österreich, Dänemark und Norwegen importieren müssen. Und auch aus Polen, dem Land, wo der CO2-intensivste und schmutzigste Strom der gesamten EU, mit jeder Menge Kohlekraft produziert wird.
Was für ein unfassbarer Abgesang des Fortschritts in unserem Land!
Das Wall Street Journal hat es mit dem Titel: "Deutschlands Energie-Eigensabotage“ auf den Punkt getroffen, es schreibt: HIER
„Deutschland hat sich durch eine unzureichende Energiepolitik in eine schwierige Lage gebracht. Diese Woche zeigt sich wieder, dass ohne Kernenergie und Fracking von Schiefergas, beides in Deutschland abgelehnt, die Versorgung einer modernen Industriewirtschaft mit Strom nahezu unmöglich werden könnte, wie das Editorial Board des Wall Street Journal feststellt.
Der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland, so ein Kommentar, ist ein weiterer Sieg grüner Ideale über die physische und wirtschaftliche Realität. Doch wie lange kann diese Realität ausgeblendet werden?
Internationale Beobachter zeigen sich zunehmend irritiert über Deutschlands Entscheidung, aus der Kernenergie auszusteigen und gleichzeitig den Kohleverbrauch zu erhöhen. So bezeichnete Greta Thunberg den Schritt als 'Fehler', wie die Times of Israel berichtete.
In Frankreich gibt es zunehmende Bedenken bezüglich der deutschen Energiepolitik. Der Delegierte für Kernenergie äußerte, dass er die deutsche Haltung nicht verstehe, da es schwer vorstellbar sei, dass Deutschland bis Mitte des Jahrhunderts eine Null-Kohlenstoff-Strategie ausschließlich auf erneuerbaren Energien umsetzen könne.
Die Japan Times merkt an, dass der deutsche Strombedarf nach dem Atom-Ausstieg noch lange nicht gedeckt sei, und Deutschland wohl auf Stromimporte aus Frankreich angewiesen sein werde. Doch auch Frankreich hat mit eigenen Problemen bei der Stromproduktion zu kämpfen.
In einer Zeit, in der viele Länder ihre Energiepolitik neu ausrichten, wird Deutschland oft als abschreckendes Beispiel für einen ineffizienten Umgang mit Energiequellen dargestellt.
Die Schließung von Kernkraftwerken, wie in Grohde und Brokdorf, führt zu erheblichen Schäden an den Anlagen, die eine Wiederinbetriebnahme nahezu unmöglich machen. Diese Art der Dekontamination mit aggressiven Säuren wird die Infrastruktur langfristig unbrauchbar machen.
Ich frage mich, was uns dazu treibt, solch irrationale Entscheidungen zu treffen.
Was lässt uns als Gesellschaft auf solche Manipulationen hereinfallen?“