Porsches neue Patentanmeldung bringt die Gerüchteküche zum Brodeln:
In der Automobilwelt ist der Zweitaktmotor seit vielen Jahren Geschichte.
Der Viertaktmotor ist State of the Art und seit Jahrzehnten der Standart in der Automobil-Massenproduktion.
Aktuell läuft eine Reihe von Patentanmeldungen, in denen Porsche die Pläne für einen Sechstaktmotor beim Patentamt eingereicht hat.
Bei den neuen Porsche Sechstaktmotoren werden im Gegensatz zu den derzeit verbreiteten Viertaktmotoren, zwei weitere Takte, und zwar ein weiterer Verdichtungs- und ein Arbeitstakt hinzu gefügt.
Der neue Sechstaktmotor wird von sechs einzelnen Takten, die in jeweils zwei Dreitaktsequenzen unterteilt werden können, beflügelt.
In der auf 81 Seiten beschriebenen Arbeitsweise des neuen Motors, kommt eine neuartige Kurbelwelle zum Einsatz, die um zwei konzentrische Kreise rotiert. Die von Otto entwickelten bisherigen Arbeitstakte: Ansaugen, Verdichten, Arbeiten und Ausstossen werden dadurch grundliegend geändert.
Rein technisch gesehen passiert beim Porsche 6 - Taktmotor folgendes:
Bei den Motorumdrehungen werden beim 6-Takter 2 Zyklen mit 3 Takten mechanisch aneinander gereiht.
Das geschieht durch das Verdrehen der Kurbelwelle über ein Planetengetriebe.
Dieses modifizierte Planetengetriebe ändert die relative Länge des Pleuels, an dem der Kolben befestigt ist.
Durch diese Veränderung der Pleuel-Länge entstehen 2 obere und 2 untere Totpunkte (OT',OT",UT',UT") somit
die taktbedingten Umkehrpunkte des Kolbens.
Porsche beschreibt die 6 Takte so:
- Ansaugen (180 Grad)
- Komprimieren (360 Grad)
- Leistung (540 Grad)
- Komprimieren (720 Grad)
- Leistung (900 Grad)
- Ausstoßen (1.080 Grad).
Analog zu einem normalen 4 Taktmotor addiert der neue Porsche 6-Takt-Motor die Takte:
"Komprimieren" bei 720 Grad und die "Leistung" bei 900 Grad zum Arbeitsablauf.
Dabei kommt der zweite, untere Totpunkt, (UT") ins Spiel.
Das Ergebnis ist: Anstelle bei jedem vierten Takt erzeugt, diese neue 6 Takt Konstruktion,
dann bei jedem dritten Takt "frische" Energie, und daraus folgend, ja, auch mehr Leistung!
Dieses neue Motorkonzept wird in jedem Fall eine deutlich effizientere Nutzung des Luft-Kraftstoff-Gemisches und auch mehr Leistung ermöglichen.
Es bleibt zu hoffen, dass der recht komplexe mechanische Teil der verbauten Motorkomponenten, in der Serienfertigung solide ausgeführt zu bekommen ist, denn hier sehe ich persönlich noch den "Haken" der unter Berücksichtigung der Produktionskosten zu beachten sein wird.
Aber erstmal ist Ruhe angesagt, eine Patentanmeldung bedeutet nicht gleichlautend,
dass der neue Sechstakt-Motor auch gebaut wird.
Die aktuellen politischen Verhältnisse in Deutschland sind auf Elektro - Mobilität und Schrumpfung der Verbrenner-Produktion programmiert.
Eines muss in jedem Fall klar sein: "Den inzwischen milliardenfach gebauten Verbrennungsmotor abzuschreiben, so wie das derzeit in
unserer desolaten politischen Gesellschaft passiert, ist angesichts einer solchen hoch innovativen Neuentwicklung m.E. deutlich verfrüht."
Es bleibt zu hoffen, dass sich die Porsche Ingenieure gegen die GRÜNEN Ideologen durchsetzen können und das die dumme Ideologie wieder
durch intelligente Innovationen ersetzt werden, denn dann klappt es auch wieder mit dem Standort Deutschland.
In diesem Sinne: "Wir bleiben am Ball!"
Text: Jürgen Albert
Zeichnungen: Porsche