Was versteht man unter Bump Lowspeed, Bump Highspeed, Rebound?

  • Die Begriffe Bump Lowspeed, Bump Highspeed und Rebound stammen aus der
    Fahrwerkstechnik, insbesondere bei Stoßdämpfern
    in Sport - und Rennwagen.


    Sie beschreiben das Verhalten des Dämpfers beim Ein- und Ausfedern des Fahrwerks.


    Hier eine Erklärung der Begriffe:

    1. Bump (auch "Compression")

    "Bump“ bezeichnet die "Einwärtsbewegung des Dämpfers",
    also wenn das Rad in einer Unebenheit "nach oben gedrückt“
    wird und das Fahrwerk dadurch eingefedert wird.


    Bump Lowspeed

    • Langsame Einfedergeschwindigkeit (nicht geringe Fahrzeuggeschwindigkeit!).

    • Beispiele: Wankbewegungen beim Kurvenfahren, Beschleunigen, Bremsen, langsames Überfahren von Bodenwellen.

    • Dämpfung reguliert Komfort und Fahrzeugstabilität bei kleinen, langsamen Bewegungen.

    • Einstellung beeinflusst, wie „weich“ oder „steif“ das Fahrwerk auf langsame Lastwechsel reagiert.

    Bump Highspeed

    • Schnelle Einfedergeschwindigkeit (z. B. bei Schlaglöchern, Bordsteinen, Bodenwellen bei hoher Geschwindigkeit).

    • Die Dämpfung kontrolliert, wie stark der Stoß abgefangen wird.

    • Ziel: Vermeidung von Durchschlagen des Fahrwerks und zum Schutz der Struktur.

    2. Rebound

    • Rebound ist die Ausfedergeschwindigkeit: Das Fahrwerk kehrt nach dem Einfedern wieder in seine Ausgangslage zurück.

    • Eine zu schnelle Rebound-Dämpfung führt zu einem "Hüpfen und Springen“ des Fahrwerks.

    • Eine zu langsame Rebound-Dämpfung kann bewirken, dass das Fahrwerk "festklebt“ und nicht schnell genug in die richtige Position zurückkehrt (Pogo-Effekt).

    • Wichtig für Bodenhaftung: Der Rebound bestimmt, wie schnell das Rad wieder Kontakt mit dem Boden bekommt.

    Zusammenfassung:

    Begriff:Bewegung:Geschwindigkeit:Typische Situation:
    Bump LowspeedEinfedernLangsam (z. B. Wankbewegung)Kurvenfahrt, langsames Überfahren von Wellen
    Bump HighspeedEinfedernSchnell (z. B. Schlagloch)Schnelles Überfahren von Unebenheiten
    ReboundAusfedernNach dem Einfedern, Rückkehr zur Normalposition


    Low-Speed Bump (Einfedern bei langsamer Bewegung)

    Einfluss: Kontrolle über die Karosseriebewegung bei Lenk- und Bremsvorgängen.

    Beispiel: Beim Anbremsen neigt sich die Nase, Low-Speed-Bump steuert, wie stark das passiert.

    Weniger Dämpfung → mehr Komfort, aber weniger Präzision.

    Mehr Dämpfung → weniger Nickbewegung, präziseres Fahrverhalten.

    High-Speed Bump (Einfedern bei schneller Bewegung)

    Einfluss: Absorption schneller Stöße wie Curbs, Bodenwellen, aggressive Übergänge.

    Beispiel: Überfahren eines Randsteins bei hohem Tempo auf der Rennstrecke.

    Zu weich → Das Auto schlägt evtl. durch.

    Zu hart → Das Auto verliert Traktion, es springt oder versetzt.

    Low-Speed Rebound (langsames Ausfedern)

    Einfluss: Kontrolle, wie schnell das Fahrwerk nach Kurven- oder Bremslast wieder in Ausgangslage zurückkehrt.

    Zu schnell → instabiles, "schwammiges“ Gefühl.

    Zu langsam → Fahrwerk bleibt "gedrückt“, Rad verliert Haftung in der Folgekurve.

    High-Speed Rebound (schnelles Ausfedern)

    Einfluss: Bei schnellem Zurückschnellen des Dämpfers nach schnellen Schlägen (z. B. nach Sprung oder Curb).

    Zu weich → Fahrwerk „schwingt“ zu viel nach, Auto wirkt unruhig.

    Zu hart → Auto bleibt unten, Rad verliert Kontakt zum Boden → Traktionsverlust.

    Setup-Grundlagen:

    Ein typisches Rennstrecken-Setup zielt auf:

    Stabilität beim Bremsen (ausgewogener Low-Speed Bump)

    Maximale Traktion aus Kurven (fein abgestimmter Rebound)

    Aggressives Curb-Verhalten, ohne Abheben (High-Speed Bump moderat weich)

    Schnelle Beruhigung des Fahrwerks nach Schlägen (High-Speed Rebound eher straff)


    (Hinweis: echte Setup-Werte werden in Klicks oder Zug-/Druckkraft angegeben und sind fahrer- & streckenspezifisch)


    Bei Rückfragen antworte ich sehr gern.

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