Warum müssen Porsche Rennmotoren nach 30 oder 50 Stunden überholt werden?

  • Sehr geehrter Herr XYZ xxxx,


    Porsche Rennmotoren, speziell die sehr hoch drehenden Motoren, unterliegen
    ausserordentlichen Belastungen. Neben den normalen Verschleißteilen, wie
    Steuerketten, Kettenführungen, Pleuel, Kolben, Zylindern, Ventilen, Ventiltrieb,
    Nockenwellen etc., gibt es eine Besonderheit bei den Gleitlagern.



    Hier zum Beispiel haben wir soeben einen Satz Pleuellager aus einem Porsche 997 R
    Rennmotor unseres AMS - Teams, der oberhalb von 8.500 U/min-1 dreht, ausgebaut.


    Der Motor und das Getriebe werden derzeit bei uns gesichtet und bei Bedarf überholt.
    HIER kann die Revision bei uns Online verfolgt werden!


    Bei diesen Pleuellagern sieht man sehr gut, wie die hauchfeine Lagerschicht, der
    Mehrstoff - Gleitlager, vom heißen Synthetik Öl im Rennbetrieb weggespült wurde.


    Der Schaden ist bei der ganz "normalen 30 Stunden Revision" aufgefallen, die bei
    unseren R - Fahrzeugen einmal / Jahr. oder halt der Laufleistung entsprechend
    vorgenommen wird.


    Fakt ist: "Wäre die Revision jetzt nicht ausgeführt worden, dann hätten wir unmittelbar
    1 oder 2 Rennen weiter, einen kapitalen Motorschaden an dem schönen Wagen gehabt.


    Es ist übrigens der ehemalige Rennwagen, der Nürburgring Legende Sabine Schmitz,

    der derzeit mit unserem Team und unserem Freund Michael W. auf den Rennstrecken
    Europas unterwegs ist.


    Hier einige der Hauptgründe für Motorrevisionen nach 30 - 50 - 100 Stunden:

    1. Höhere thermische und mechanische Belastung:
      Rennmotoren arbeiten bei sehr hohen Drehzahlen und Temperaturen. Materialien und Komponenten verschleißen daher schneller.
    2. Leichtbauweise:
      Viele Bauteile eines Rennmotors sind auf geringes Gewicht ausgelegt, um die Performance zu maximieren. Dies reduziert ihre Lebensdauer im Vergleich zu robusteren Serienkomponenten.
    3. Maximale Effizienz auf Kosten der Haltbarkeit:
      Rennmotoren sind oft auf extreme Leistung pro Hubraum optimiert. Diese Spitzenleistungen sind nur durch strikte Wartungsintervalle und präzise Überholung gewährleistet.
    4. Sicherheitsaspekt:
      Ein Defekt des Motors während eines Rennens könnte nicht nur das Ergebnis gefährden, sondern auch ein Sicherheitsrisiko darstellen. Regelmäßige Überholungen minimieren dieses Risiko.

    Die Intervalle von 30 bis 100 Stunden sind das Ergebnis umfangreicher Tests und Erfahrungen im
    Motorsport, um eine optimale Balance zwischen Leistung und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.

    Wir hoffen, Ihnen damit weitergeholfen zu haben. Falls Sie weitere Fragen haben, stehen wir Ihnen
    gerne zur Verfügung.


    Mit motorsportlichen Grüßen,

    Ihr Team Albert Motorsport

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